Pios (14 - 16 Jahre)

Die Jugendlichen dieser Stufe werden Pios genannt und sind im alter von 14-16 Jahre. Wir stellen euch hier das Konzept der Piostufe vor, nach welchem wir leiten.

Die Piostufe bildet den Übergang von der geführten Pfadistufe zur selbstständigen, selbstbestimmten Roverstufe. Sie bringt Struktur und Beständigkeit in das bewegte Leben der Jugendlichen, bietet ihnen Rückzugsmöglichkeiten und Freiräume, unterstützt sie bei ihrer Identitätsfindung und auf dem Weg zur Selbständigkeit.

Leitspruch der Piostufe

‚‚Zäme wyter‘‘

Um das Ziel der Pfadibewegung zu erreichen – die ganzheitliche Entwicklung der Person – werden in der Piostufe die Beziehungen wie folgt gefördert:

Die Fünf Beziehungen der Pfadibewegung Schweiz in der Piostufe

Die Beziehung zur Persönlichkeit – selbstbewusst und selbstkritisch sein

Die Beziehung zum Körper – sich annehmen und sich ausdrücken

Die Beziehung zu den Mitmenschen – anderen begegnen und sie respektieren

Die Beziehung zur Umwelt – kreativ sein und umweltbewusst handeln

Die Beziehung zum Spirituellen – offen sein und nachdenken

Organisation der Wolfsstufe

Die Piostufe besteht jeweils aus einer oder mehrerer Equipen. Eine Equipe besteht idealerweise aus 5-8 Mitgliedern und wird von einer Piostufen-Leitung betreut.
Die Jahrgangsequipe wird jeweils neu aus den übertretenden Jugendlichen gebildet und bleibt während der ganzen Piostufenzeit in gleicher Zusammensetzung.

Aktivitäten

Die Equipe arbeitet ziel- und projektorientiert und hauptsächlich selbstbestimmt. Dafür trifft sie sich regelmässig. Hilfreich ist es, wenn die Equipe sich mindestens zweimal im Monat trifft und ca. viermal pro Jahr eine grosse Unternehmung organisiert. Dazwischen können Blitzaktionen und Spontanaktivitäten eingebaut werden.
Im Equipenplan werden die Unternehmungen, Abteilungsanlässe, sowie sonstige relevante Termine festgehalten, damit gibt sich die Equipe eine Struktur, die allen bekannt ist. Im letzten Drittel der Piostufenzeit setzen sich die Jugendlichen mit ihrer Zukunft in der Pfadi auseinander. Sie können nach Möglichkeit als Hilfsleiterinnen und Hilfsleiter zeitlich begrenzt in den anderen Stufen schnuppern.

Leiterinnen und Leiter

Sie haben die anspruchsvolle Aufgabe, die Jugendlichen darin zu begleiten, eine möglichst selbständig funktionierende Gruppe zu werden. Deshalb kann sich die Aufgabe der Leitung stark ändern, da sie selbst einschätzen muss, wieviel Einfluss bzw. wieviel Freiraum die Equipe braucht. Der Elternkontakt nimmt zwar an Stellenwert gegenüber den anderen Stufen deutlich ab, verdient jedoch weiterhin Beachtung, weil die Jugendlichen noch minderjährig sind und für Aktivitäten und Unternehmungen teilweise die Einwilligung der Eltern eingeholt werden muss. Die Leiterinnen und Leiter der Piostufe bilden sich in stufenspezifischen Ausbildungskursen weiter.

Stufenleitung

Aponi
Aponi v/o Alena Rohrbach
piostufe@pfadi-balsthal.ch